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Eltern 16. April 2026

Aktuelle Eltern-News – Ausgabe vom 9. – 15. April 2026

Von Walter Uehli

 Aktuelle Eltern-News – Ausgabe vom 9. – 15. April 2026

Pubertät, Bindung, Freundschaften: Diese Woche geht es um Fragen, die viele Eltern gerade umtreiben. Und darum, wie Beziehung auch in anspruchsvollen Momenten der Kompass bleibt.

Pubertät: Präsent bleiben, ohne festzuhalten

Die Pubertät verändert vieles, schnell. Aus dem vertrauten Kind wird ein Teenager, der Distanz sucht und eigene Wege geht. Der Beobachter zeigt auf, wie Eltern in dieser Phase loslassen können, ohne die Beziehung zu verlieren.

Der erste Schritt ist ein Perspektivwechsel: Autonomiebestrebungen sind keine Zurückweisung, sondern ein notwendiger Entwicklungsschritt. Hinter dem Rückzug steckt ein guter Grund. Statt mit mehr Kontrolle zu reagieren, hilft es, präsent zu bleiben, ohne zu klammern. Das ist keine Schwäche, sondern Führungsstärke.

Klare Regeln geben auch Teenagern Orientierung. Gleichzeitig geht es darum, den Raum für eigene Erfahrungen zu erweitern und die Beziehung auf eine neue, erwachsenere Ebene zu bringen. Und nebenbei zu entdecken, was dein Kind in dieser Entwicklungsphase bereits kann und wie es wächst.

Quelle: Beobachter

Bindungsorientierte Erziehung: Das Fundament richtig verstehen

Bindungsorientierte Erziehung ist in aller Munde. Doch viele Eltern verstehen das Konzept falsch, wie Men's Health berichtet. «Bindungsorientiert» wird häufig mit «grenzenlos» gleichgesetzt. Das tut weder den Kindern noch den Eltern gut.

Bindungsorientierung bedeutet: Die Beziehung zum Kind ist das Fundament, auf dem Erziehung stattfindet. Kinder brauchen emotionale Sicherheit und klare Strukturen. Das ist kein Widerspruch, sondern zwei Seiten derselben Medaille. Wer aus Angst, die Bindung zu gefährden, keine Grenzen mehr setzt, erzeugt Orientierungslosigkeit.

Sichere Bindung entsteht durch Verlässlichkeit, Empathie und die Fähigkeit, auch in Konflikten präsent zu bleiben. BundU nennt das Präsenz statt Macht: nicht nachgeben, nicht dominieren, sondern standhaft und verbunden bleiben.

Quelle: Men's Health

Freundschaften unter der Lupe: Dein Kind stärken statt schützen

Wird mein Kind in einer Freundschaft ausgenutzt? Der Beobachter widmet sich einem Thema, das viele Eltern beschäftigt. Besonders im Grundschulalter, wenn erste intensive Freundschaften entstehen, lohnt ein genauerer Blick.

Auf bestimmte Muster lohnt es sich zu achten: Gibt dein Kind immer nach? Übernimmt es ständig die Rolle des Gebenden? Fühlt es sich nach Treffen mit bestimmten Freunden schlecht? Das sind Hinweise, keine Urteile.

Wichtig ist, nicht vorschnell einzugreifen, sondern das Kind zu stärken. Was kann es bereits? Wo zeigt es Rückgrat? Gespräche darüber, wie sich eine gute Freundschaft anfühlt, und die Botschaft, dass «Nein» sagen okay ist, stärken soziale Kompetenz von innen. Manchmal braucht es zusätzlich elterliche Begleitung, um aus ungesunden Dynamiken herauszufinden, ohne die Autonomie des Kindes zu untergraben.

Quelle: Beobachter

Anti-Stress-Strategie: Drei Fragen für mehr Geduld

Wenn der Geduldsfaden reisst, hilft es, kurz innezuhalten. Eltern.de stellt eine einfache Strategie vor: drei Fragen, die in angespannten Momenten helfen, die Perspektive zu wechseln.

Die Fragen lauten: «Ist es wirklich so wichtig?», «Was braucht mein Kind gerade wirklich?» und «Wie möchte ich, dass sich mein Kind später an diese Situation erinnert?» Diese kurze Reflexion schafft Abstand zum ersten Impuls. Das ist keine Technik für schwache Momente, sondern Selbstführung: Ich reguliere mich zuerst, bevor ich reagiere. BundU nennt das Selbstkontrolle vor Fremdkontrolle.

Gerade im hektischen Familienalltag hilft es, aus automatischen Mustern auszusteigen. Nicht um perfekt zu sein, sondern um handlungsfähig zu bleiben.

Quelle: Eltern.de

Introvertierte Kinder: Die Stärken der Stillen

Nicht jedes Kind ist der geborene Entertainer. Und das ist völlig in Ordnung. Eltern.de beleuchtet, wie Eltern introvertierte Kinder begleiten und fördern können, ohne sie zu überfordern oder verändern zu wollen.

Introvertierte Kinder brauchen Rückzugsmöglichkeiten, Zeit zum Nachdenken und kleinere soziale Gruppen. Ihre Stärken liegen in der Tiefe: Sie beobachten genau, denken gründlich nach und bauen intensive Beziehungen auf. Das sind echte Charakterstärken. Die Botschaft lautet nicht «Lass uns das ändern», sondern: «Du bist richtig, so wie du bist.»

Eltern können helfen, indem sie diese Eigenschaften aktiv benennen und wertschätzen. Wenn das Kind sanft ermutigt wird, auch ausserhalb der Komfortzone Erfahrungen zu sammeln, dann immer im eigenen Tempo.

Quelle: Eltern.de


Fazit

Erziehung ist kein Rezept. Sie ist eine Haltung. Ob Pubertät, Freundschaften oder das Begleiten introvertierter Kinder: Es geht immer darum, den Kontakt zu halten, Präsenz zu zeigen und das Kind in seiner Entwicklung zu stärken.

Das ist der Kern des BundU-Prinzips: Beziehung vor Korrektur. Stärke vor Macht. Verbindung vor Kontrolle.

Das STARK-Modell zeigt dir, wie das in deinem Alltag aussehen kann. Auf bundu.ch.